Mit dem Photoshop-Filter Polarkoordinaten erschaffen Sie im Handumdrehen aus einem Panoramabild eine eigene kleine Welt. Dieses Tutorial zeigt Ihnen, wie Sie vorgehen müssen.
1. Ausgangsbild
Das hier verwendete Bild stammt von Lestidae.

2. Bild in der Höhe verlängert
Die Datei habe ich auf einer Breite von 40 cm angelegt. Damit die spätere Verzerrung nicht zu heftig wirkt, verlängere ich die Höhe. Dazu wählen Sie Bild > Arbeitsfläche, klicken auf den unteren Pfeil, sodass die Verlängerung nur nach oben hin stattfindet und setzen die Höhe auf 10,5 cm. Anschließend wählen Sie mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug (M) die obere Fläche des Himmels aus, rufen über Befehls-/Strg-Taste + T den Transformationsrahmen auf und ziehen die Auswahl bis nach oben.

3. Kopierstempel
Im nächsten Schritt entfernte ich die störenden Bildinfos (Geländer links und rechts, sowie der Strauch halblinks). Das Gebüsch ganz links ist zu vernachlässigen, da dieser Bereich später weggeschnitten wird. Für ein sauberes Abdecken der Elemente erstellen Sie eine neue Ebene, wählen Sie das Kopierstempel-Werkzeug (S) und stellen den Aufnahmemodus auf Aktuelle Ebene und darunter. Wenn Sie nun über die Bereiche stempeln können Sie diese jederzeit korrigieren oder ausblenden.

4. Aufhellen
Über eine Einstellungsebene des Typs Gradationskurve (Ebene > Neue Einstellungsebene > Gradationskurve) hellen Sie das Bild auf. Damit die Aufhellung nur auf der linken Seite wirkt, erstellen Sie für die Einstellungsebene eine Ebenenmaske und ziehen mit dem Verlauf-Werkzeug (G) einen Schwarz-Weiß Verlauf von links nach rechts.

5. Sättigung erhöhen
Für mehr Farbigkeit, erstellen Sie eine Einstellungsebene des Typs Farbton/Sättigung und erhöhen die Sättigung um 25.

6. Farbe des Himmels
Die nächsten beiden Schritte sorgen dafür, dass für die spätere Verzerrung durch den Filter wenige Korrekturen nötig sind. Mit einer Einstellungsebene des Typs Volltonfarbe… (#bbcbf8) Färben Sie den Himmel einfarbig. Ein entsprechender Verlauf auf der Ebenenmaske lässt die Farbe vor den Bäumen auslaufen

7. Seite duplizieren für sauberen Übergang
Die linke und rechte Seite wird sich später berühren. Damit die entstehende Kante leicht zu retuschieren ist, dupliziere ich die linke Seite. Mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug den linken Bereich auswählen und mit dem Kürzel: Befehls-/Strg-Taste + J eine Kopie auf einer neuen Ebene erstellen. Danach innerhalb des Transformationsrahmen (Befehls-/Strg-Taste + T) Rechtsklick auf Horizontal spiegeln und rechts platzieren.

8. Ebenenmaske anlegen
Mit einer entsprechenden Ebenenmaske fügt sich der duplizierte Bereich sauber ein.

9. Wolken einsetzen und Ausschnitt wählen
Für mehr Dramatik fügte ich ein Wolkenbild ein im Modus Ineinanderkopieren. Achten Sie auch hier wieder darauf, dass das Bild links und rechts ausläuft und so später einen sauberen Übergang liefert. Über eine Auswahl und anschließend Bearbeiten > Freistellen schneiden Sie das linke Gebüsch ab.

10. Bearbeitung auf reduzierter Ebene
Vor dem Anwenden des Filters duplizierte ich den Retusche-Ordner mit der bisherigen Bearbeitung und reduzierte das Duplikat auf eine Ebene (Befehls-/Strg-Taste + E).

11. Vertikal spiegeln und Filter Polarkoordinaten anwenden
Über Bearbeiten > Transformieren > Vertikal spiegeln spiegeln Sie die Ebene und wählen anschließend den Filter Polarkoordninaten (Filter > Verzerrungsfilter > Polarkoordinaten).

12. Bild zum Quadrat strecken
Das Bild ist jetzt noch gestaucht. Über Bearbeiten > Bildgröße machen Sie das Bild quadratisch.

13. Kante an der Verbindung retuschieren
Durch die gute Vorbereitung sind die Korrekturen an der Kante sehr gering. Durch Überdecken mit Kopierstempel wird die Kante komplett beseitigt.

14. Ecken übermalen
Den entstandenen Planeten drehte ich über Transformieren. Auf einer neuen Ebene übermalen Sie die Ecken mit verschieden blauen Pinselspitzen. Wählen Sie eine weiche Pinselspitze und variieren Sie in der Deckkraft.

15. Rasenfläche in der Mitte platzieren
Die Unstimmigkeit in der Mitte beseitigen Sie, indem Sie eine Rasenfläche (Bild von stefandotti) platzieren und mit einer Ebenmaske zum Rand hin ausblenden.

16. Freisteller einsetzen
Nun geht es darum den Planeten zu beleben. Dazu stellte ich ein Sportflugzeug (von Free-photos.biz) frei und platzierte es.

17. Perspektisch verzerren
Über Bearbeiten > Transformieren > Perspektivisch können Sie den Flieger an die Perspektive anpassen. Einfach mit gedrückter Befehls-/Strg-Taste die Eckpunkte anpacken und verzerren.

18. Schatten malen
Auf einer neuen Ebene unterhalb des Fliegers malen Sie mit weicher schwarzen Pinselspitze einen Schatten und stellen die Deckkraft auf 50%.

19. Pfad für Landebahn setzen
Für die Landebahn erstellte ich mit dem Zeichenstift-Werkzeug (P) einen Pfad, anschließend wird dieser im Pfade-Fenster über das markierte Icon in eine Auswahl umgewandelt.

20. Einstellungsebene Farbton/Sättigung
Mit aktiver Auswahl erstellen Sie eine Einstellungsebene des Typs Farbton/Sättigung und reduzieren die Sättigung komplett. Über den Helligkeitsregler hellen Sie die Auswahl zudem auf.

21. Weichzeichnen
Innerhalb der entstandenen Ebenenmaske zeichnen Sie Anfang und Ende mit dem Weichzeichner-Werkzeug (R) weich.

22. Fahrbahnmarkierungen einfügen
Für die Fahrbahnmarkierungen erstellen Sie wie in Schritt 19 erst einen Pfad, wandeln diesen in eine Auswahl um und erstellen jetzt eine Einstellungsebene Gradationskurve. Durch starkes Aufhellen der Lichter und Mitteltöne entsteht die Fahrbahnmarkierung. Abschließend kommt das Weichzeichner-Werkzeug wieder zum Einsatz.

23. Leuchte platzieren
Nun erhält die Landebahn noch seitliche Leuchten. Setzen Sie eine harte weiße Pinselspitze und fügen Sie ihr über Ebene > Ebenenstil die untenstehenden Eigenschaftten zu.

24. Kopien der Leuchte verkleinern und verteilen
Duplizieren Sie entlang der Piste die Lichter und passen Sie Größe, Abstand und Deckkraft an.

25. Fertig
Nach einigen weiteren eingefügten Elementen sieht der Planet folgendermaßen aus. Natürlich sind hier Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Verwandte Beiträge




















Wow, da hast du dir ja ne Menge Arbeit gemacht mit dem Tutorial Stefan. Ist zwar nicht ganz das was ich jetzt nachahmen würde, aber es gefällt mir sehr gut und ist schön Detailliert.
Viele Grüße
Christina
Super cool – ich hab solche Bilder schon oft gesehen. Vielleicht probiere ich es jetzt doch mal aus
Das ist ja mal ein ziemlich cooler Effekt, damit kann man ja seine eigenen kleinen Planeten kreiren ^^.
Vielen Dank für das Tutorial
!
[...] designtrax [...]